Fragen & Antworten zum Thema postalische Adressprüfung
Sind die post-Systeme von Uniserv primär für B2C- oder B2B-Anwendungen geeignet?
Die Uniserv-Systeme empfehlen sich für beide Anwendungsfelder. In B2C-Anwendungen beispielsweise durch die Verfügbarkeit flächendeckender Straßenverzeichnisse sowie die Suchoptionen über Ortsteile, nicht mehr gültige (eingemeindete) Orte sowie frühere gültige Straßenbezeichnungen.
Für B2B-Anwendungen ist die für Firmen typische Adressierung von Postfach- und Großkundenadresse besonders wichtig. Außerdem ist post in der Lage, bei Anwendungen, in denen die Zustell-, Postfach- und Großkundenadresse in getrennten Datenstrukturen gespeichert werden soll, die notwendigen Informationen bereitzustellen, um eine automatisch getrennte Abspeicherung durch die Anwendung zu ermöglichen.
Sind die post-Systeme von den jeweiligen nationalen Postbehörden zertifiziert?
In den Ländern, in denen die Postbehörden dies anbieten, hat Uniserv seine Programme in den meisten Fällen durch die nationalen Postbehörden abnehmen lassen. Fragen Sie Ihren Uniserv-Ansprechpartner, welche Länder dies aktuell betrifft.
Warum setzt Uniserv in vielen Ländern zusätzlich zu den jeweiligen offiziellen Daten weitere Datenbestände ein?
Weil für sehr gute Adressqualität eine lückenlose Prüfung bis auf Straßenebene unerlässlich ist. In einigen Ländern liefern die Postorganisationen Straßenverzeichnisse nur für die größeren Städte und nicht flächendeckend. Teilweise kann Uniserv über andere Quellen eine bessere Qualität der Daten oder zusätzliche Informationen wie zum Beispiel Straßenumbenennungen oder, wie im Falle der postalischen Prüfung für Deutschland, eine hausnummerngenaue Prüfung bereitstellen. Aber in allen Ländern sind die "Basisdaten" der nationalen Postbehörden eine der wichtigsten Grundlagen.
Muss der Anwender die unterschiedlichen Datenquellen periodisch selbst besorgen, zusammenführen und abstimmen, um eine aktuelle Gesamt-Referenztabelle zu haben?
Nein! Sie können die postalischen Referenztabellen bei Uniserv abonnieren und bekommen einen fertigen "ready-to-go"-Referenzbestand, in dem alle Daten (üblicherweise inklusive der Geocode-Daten) geprüft und aufeinander abgestimmt enthalten sind. Diese Gesamt-Referenztabelle müssen Sie nur noch laden. Gegenüber anderen Lösungen bietet Ihnen dieses Vorgehen allerhöchste Datenqualität bei minimalem Aufwand. Den nicht unerheblichen Aufwand, unterschiedliche Datenbestände zusammenzuführen, referenzielle Integritätsprobleme zu erkennen und zu beseitigen sowie die laufende Anpassung an Veränderungen, übernimmt für Sie Uniserv.
Wie häufig aktualisiert Uniserv die Referenztabellen der post-Systeme?
Dies ist pro Land unterschiedlich und richtet sich nach dem Aktualisierungsrhythmus der verschiedenen Quellen. Für die meisten Länder, für die Expertensysteme existieren, erfolgt die Aktualisierung 4 mal pro Jahr, bei manchen Ländern auch alle zwei Monate oder sogar monatlich. Das Gleiche gilt für die Tabellen-Aktualisierung innerhalb der weltweiten postalischen Prüfung postWorld.
Sie befürworten, jede Adress-Neuanlage oder -Änderung postalisch zu überprüfen. Warum ist es dann ratsam, trotzdem periodisch die Datenbank postalisch zu aktualisieren?
Dies ist notwendig, weil sich ständig Änderungen ergeben: Orte werden eingemeindet, Straßen umbenannt oder Postleitzahlen verändert. Da Sie in den seltensten Fällen davon ausgehen können, dass Ihnen Ihr Kunde diese Informationen eigens mitteilt, sollten Sie diese Veränderungen periodisch durch post in Ihrer Datenbank durchführen lassen.
Werden durch post auch Eingemeindungen und Straßenumbenennungen automatisch durchgeführt?
Ja, in all den Ländern in denen diese Informationen verfügbar sind, wird dies automatisch durchgeführt. In manchen Ländern erfolgt bei der Umbenennung von Straßen teilweise auch eine Veränderung der Hausnummer. Auch diese Funktion wird durch post unterstützt, speziell in Deutschland mit der hausnummerngenauen Prüfung.
Warum empfiehlt Uniserv, die postalische Überprüfung und das Geocoding auf dem gleichen (aktuellen) postalischen Referenzdatenstand durchzuführen?
Auch wenn die im Geocoding zugeordneten Informationen nur in größeren Zeitabständen erhoben werden oder wie z. B. bei Koordinaten eigentlich keine Änderungen anfallen, ist es empfehlenswert, die Geocode-Informationen immer auf dem aktuellen, postalischen Datenbestand zu referenzieren. Damit sind die Geocode-Informationen auch in den Fällen verfügbar, in denen nach der Geodaten-Erhebung Orte eingemeindet, Postleitzahlen geändert oder Straßen umbenannt wurden. Nur dies sichert Ihnen höchste Datenqualität in Ihrer Anwendung.
Warum spricht Uniserv bei den jeweiligen nationalen post-Lösungen von Expertensystemen und wie lässt sich dazu im Vergleich die weltweite Lösung postWorld abgrenzen?
Die Expertensysteme sind nicht auf Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners entwickelt worden, sondern berücksichtigen intensiv die postalischen Besonderheiten des jeweiligen Landes, der jeweiligen nationalen Post-Organisation und der Sprache. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu bemerken, dass die Expertensysteme immer mit Referenztabellen von höchster Datendichte und Qualität arbeiten. Entsprechend hoch ist die Ergebnisqualität. Deswegen sind die Lösungen besonders dort ideal, wo große Adressbestände bis ins kleinste Detail zu prüfen sind.
Im Gegensatz dazu bietet postWorld einen weltweiten Prüf- und Validierungsansatz mit einem höheren Allgemeinheitsgrad, der grundlegende postalische Prüfungen zum Beispiel auf der Ebene von Postleitzahl und Ort ermöglicht. Der Einsatz von postWorld ist überall dort interessant, wo für kleinere bis mittlere Datenbestände aus vielen unterschiedlichen Ländern grundlegende Basisprüfungen zur Sicherung der Adressdatenqualität gefordert sind.
Unterstützen die Uniserv post-Systeme auch das "klassische" Rapid-entry in den Niederlanden und in Großbritannien?
Ja! In diesen Ländern wurde durch die nationalen Postbehörden die Postleitzahlenstruktur so ausgelegt, dass eine Postleitzahl und die Hausnummer eindeutig ein Gebäude identifizieren. Dies kann für eine Beschleunigung des Data Entry ausgenutzt werden, indem lediglich Postleitzahl und Hausnummer eingegeben werden und das System daraus die komplette Adressierangabe zur Abspeicherung in der Datenbank erzeugt.
Ist es möglich, die Hausnummer zusammen mit dem Straßennamen in einem Feld an das System zur Prüfung zu übergeben?
Ja! Die Hausnummer kann sowohl zusammen mit dem Straßennamen als auch in einem eigenen Feld übergeben werden. Bei einer gemeinsamen Übergabe von Hausnummer und Straßenname werden diese von post für die postalische Prüfung automatisch korrekt analysiert. Dies gilt auch für komplexe Fälle, zum Beispiel in Verbindung mit Hausnummernzusätzen oder Straßennamen mit numerischen Begriffen.
Unterstützt post auch die unstrukturierte Eingabe?
In der Standard-Version erwartet
post die Informationen zumindest zeilenweise (Straßenzeile, Ortszeile, Postleitzahl). In Verbindung mit der als integriert verfügbaren Funktion
convert-address ist es möglich, die Adressierungsdaten weitestgehend unstrukturiert einzugeben. Ja, es ist hier sogar möglich, alle Adressierinformationen ohne Zeilentrennung in einer Zeile zu übergeben und trotzdem eine geprüfte, korrigierte und richtig formatierte Adresse zu erhalten. (
Siehe post-Demo/Funktion zeilenweise Eingabe).