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In vielen Unternehmen besteht die IT aus einer gewachsenen Struktur heterogener IT-Systeme. Und in allen Unternehmen kommt irgendwann die Zeit, dass neue Applikationen eingeführt oder Daten in andere Systeme überführt werden müssen. Gängige Szenarien für Datenmigration sind beispielsweise die Einführung bzw. Ablösung von ERP- und CRM-Lösungen oder Legacy-Systemen. Noch problematischer sind in diesem Zusammenhang Firmenübernahmen (Merger & Acquisitions) oder die Abspaltung von Unternehmensteilen aus dem Mutterkonzern. Im einen Fall müssen neue IT-Systeme in die eigene Infrastruktur eingebunden werden, im anderen Fall vorhandene Strukturen in eine neue IT-Infrastruktur überführt werden.
Eine Systemmigration bedeutet auch stets die Notwendigkeit einer Datenmigration. Bei der Datenmigration müssen Daten aus einem oder mehreren Quellsystemen in ein Zielsystem übernommen werden, das die Altsysteme ablöst. Mangelhafte Datenqualität, etwa durch Dubletten, fehlerhafte Daten oder unterschiedliche Datenstrukturen in Quell- und Zielsystem, erschwert die Datenmigration enorm – mit erheblichen Auswirkungen auf den Zeitplan und Kostenaufwand, wenn diese Mängel erst bei der Datenüberführung erkannt werden.
Datenmigration – miese Karten bei schlechter Datenqualität
Es gibt zahlreiche Szenarien im Bereich der Kundendaten, aber auch bei anderen Stammdaten, in denen mangelhafte Datenqualität die Datenmigration behindert. Anders als bei fehlerhaften Adressen existieren bei anderen Datendomänen wie Produkt- oder Materialstammdaten keine maschinell zugänglichen Referenzen oder Modelle, auf deren Basis Abweichungen automatisch erkannt und bereinigt werden können. Hier müssen die erforderlichen Maßnahmen vor der Migration erkannt und spezifische Übernahmeregeln definiert werden.
Daten sind im Quellsystem nicht verfügbar
Wenn Daten für das Zielsystem erforderlich sind, aber im Quellsystem gar nicht angelegt waren, sind Probleme bei der Datenmigration vorprogrammiert. Beispielsweise bei der Übernahme einer Supportdatenbank ins neue CRM-System: Ist im neuen System die Angabe einer Anrede Pflicht (zum Beispiel für personalisierte E-Mails oder Briefe) und war dies im Altsystem nicht zwingend erforderlich, müssen die Datensätze ohne Anrede im Zielsystem entsprechend ergänzt werden.
Daten liegen außerhalb des geforderten Wertebereichs
Bleiben wir beim Support-Beispiel: Basiert die Anrede der Kontaktperson im Zielsystem auf klar definierten Werten, die von denen im Quellsystem abweichen und zu denen es auch keine Umsetzung (Transformation) gibt, können diese nicht übernommen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Fehler durch inkonsistente Anwendung durch die Mitarbeiter entstanden sind oder ob etwa die Regeln für die Anrede irgendwann geändert, aber im Quellsystem nicht umgesetzt wurden.
Daten liegen nicht im geforderten Format vor
Liegen Daten im Quellsystem nicht im geforderten Format für das Zielsystem vor, kann dies dazu führen, dass die Daten überhaupt nicht übernommen werden können oder bei der späteren Nutzung Probleme bereiten und fehlerhafte Ergebnisse liefern.
Daten enthalten verwaiste Datensätze
Jedes Datenobjekt steht in einer Datenbank immer in Beziehung zu einem übergeordneten Objekt. Beispielsweise ist ein Kontakt immer einer Firma zugeordnet oder eine Angebotsposition einem Angebot. Fehlen im Quellsystem diese Zuordnungen (”verwaiste Daten”), die aber vom Datenmodell des Zielsystems zwingend gefordert werden, kommt es zu Fehlern bei der Datenübernahme. Dies ist besonders problematisch bei der Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Systemen z.B. aus ERP- und CRM-Systemen mit unterschiedlichen Datenbankschemata.
Fehlerhafte oder veraltete Stammdaten
Eine Migration ist oft der Startschuss für eine umfassende Analyse und Bereinigung fehlerhafter oder veralteter Daten.
Kundendaten mit unterschiedlich formatierten Adressen
Unterschiedlich formatierte Adressen gibt es vor allem dann, wenn Daten aus mehreren Quellsystemen in ein Zielsystem überführt werden sollen, die Datenformate dort aber unterschiedlich definiert waren. Beispielsweise wurden im Quellsystem Straße und Hausnummer in ein Feld eingegeben, wofür im Zielsystem getrennte Felder vorgesehen sind. Oder wenn im Altsystem bei internationalen Adressen bestimmte Attribute in dafür nicht vorgesehene Felder geschrieben wurden, weil es an den notwendigen Feldern fehlte.
Redundanzen bei Stammdaten
Abhängig vom Datenmodell des Zielsystems müssen eventuell vorhandene Redundanzen im Datenmodell des Altsystems beseitigt werden. In einem einfachen Adressmanagementsystem werden z.B. sämtliche Daten eines Kontakts als eigenständige Einheit erfasst, was dazu führt, dass es für eine Firma mit mehreren Ansprechpartnern eine Vielzahl redundanter Datensätze gibt. Zur Übernahme ins neue CRM-System müssen dann diese Datensätze aufgetrennt und an die Struktur des Zielsystems angepasst werden.
Verknüpfung von Daten unterschiedlicher Systeme
Objekte werden in unterschiedlichen Systemen oft mit abweichenden Namen gespeichert, so dass eine automatische Zusammenführung per Vergleich von Zeichenketten nicht ausreicht. Dies kann an unterschiedlichen Normen zur Speicherung von Stammdaten liegen oder an abweichenden Datenstrukturen von Quell- und Zielsystem. Wurden etwa Kontakte in der Datenbank des Vertriebs in der Hierarchie Firma und Ansprechpartner abgelegt, in der Support-Datenbank Firma und Ansprechpartner in einem Record als eine Einheit erfasst, müssen die Supportdaten bei der Übernahme in ein CRM-System neu gruppiert und mit denen der Vertriebsdatenbank zusammengeführt werden.
Aktuellen Zustand der Datenqualität ermittelnWeitere Szenarien des Data Managements
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Data Quality Initiativen: Die Datenqualität spielt in einer Vielzahl von Anwendungen der wichtigsten Unternehmensbereiche wie Geschäftsleitung, Vertrieb, Marketing, Finance, Entwicklung oder Business Development eine Schlüsselrolle… |
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Datenintegration: In vielen Unternehmen besteht die IT aus einer gewachsenen Struktur heterogener IT-Systeme. In einer solchen Umgebung besteht häufig der Bedarf, Daten aus unterschiedlichen Systemen in einem Zielsystem zusammenzuführen… |
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Datensynchronisation: Heterogene Systemlandschaften führen dazu, dass Daten vielfach von unterschiedlichen Abteilungen wie Verkauf, Marketing, Finance oder Fertigung angelegt und gepflegt werden. Im Ergebnis führt dies oft zu einem Daten-Wildwuchs… |
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