Fehlerhafte Kundeninformationen in den Stammdaten – mehr Ressourcenaufwand, hohe Kosten
Die mangelhafte Qualität von Kundendaten im Stammdatenbestand kann dazu führen, dass Waren nicht zugestellt werden können und Adressen aufwändig nachrecherchiert werden müssen. Eine gezielte, kosteneffiziente Tourenplanung in der Logistik wird zur Lotterie. Und falsche angegebene Bankverbindungsdaten, ob absichtlich oder versehentlich, können zu Zahlungsverzögerungen oder sogar kompletten Zahlungsausfällen führen.
Falsche Lieferantendaten – schlechter informiert, höheres Risiko
Gerade in Einkauf, Beschaffung, Qualitätswesen und Logistik spielen korrekte Lieferantenadressen und Telefonnummern eine große Rolle. Schlechte Datenqualität kann im Extremfall zu Lieferengpässen führen, die sogar eine teure Unterbrechung der Produktion nach sich ziehen können – mit unabsehbaren Folgen für die eigenen Kundenbeziehungen. Auf der anderen Seite können zusätzliche Informationen, z.B. zur Bonität der Lieferanten, das Risikomanagement deutlich verbessern.
Unzureichende Compliancedaten – Gefahr juristischer Folgen
Jedes Unternehmen in der Europäischen Union ist verpflichtet, alle Geschäftspartner im Waren- und Zahlungsverkehr gegen die EU-Embargoliste abzugleichen und zum Beispiel bei hinreichendem Terrorverdacht die Behörden zu informieren. Kommt es hier aufgrund mangelhafter Datenqualität zu Versäumnissen, kann das hohe Bußgelder zur Folge haben. Und auch die Reputation des Unternehmens leidet, wodurch das Vertrauen von Kunden und Partnern beschädigt wird, was wiederum die Unternehmensaktivitäten in Gefahr bringt.
Inkonsistente Produkt- und Materialstammdaten – Bremsklotz für effektive Prozesse
Die Stammdatenbestände für Produkte und Materialien umfassen in größeren Unternehmen oft fünfstellige Größenordnungen. Das erschwert es den Mitarbeitern, bei der Stammdatenanlage korrekte, eindeutige und richtlinienkonforme Produkt- und Materialbezeichnungen zu wählen. Die Folge sind individuelle Bezeichnungen, die von anderen Mitarbeitern nur mit erheblichem Zeitaufwand oder gar nicht auffindbar sind. Hier sorgt die schlechte Stammdatenqualität für sinkende Produktivität, verzögerte Geschäftsprozesse und unnötige Recherchekosten.
Ineffiziente Geschäftsprozesse – Nährboden für unsichere Geschäftsentscheidungen
Die Daten eines ERP-Systems werden nicht nur für operative Geschäftsprozesse benötigt, sondern dienen auch als Basis für strategische Analysen und Entscheidungen (
Business Intelligence). Mangelhafte Datenqualität kann hier die Einhaltung von Geschäftsregeln in Gefahr bringen, den Nutzwert von Analysen mindern und wichtige Geschäftsentscheidungen verzögern oder auf ein instabiles Fundament stellen.