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Ground Truth für die Finanzdienstleisterbranche

Know Your Customer: Was dies für die Finanzdienstleisterbranche bedeutet

Mit Ground Truth erfüllen Finanzdienstleister im Handumdrehen zentrale rechtliche Anforderungen, wenn es um die Kenntnis ihrer Kunden geht

„Kenne deinen Kunden“ – was allgemein als Aufforderung an Unternehmen verstanden werden könnte, einen engeren Kontakt zu ihren Kunden zu suchen, besitzt in der Finanzdienstleisterbranche eine ganz besondere Bedeutung. In dieser Branche steht „Know Your Customer (KYC) “ für eine gesetzlich vorgeschriebene Legitimationsprüfung bestimmter Neukunden, um Geldwäsche zu verhindern.

Rechtsgrundlage für dieses Verfahren ist Artikel 8 der 3. EU-Anti-Geldwäsche-Richtlinie. Generell von einer Prüfung ausgeschlossen werden können nur so genannte „Standard-Kleinkunden“ ohne umfangreiche oder besonders außergewöhnliche Geldtransaktionen. Dazu müssen diese aber vorab in eine entsprechend sichere Risikoklasse eingeteilt werden.

Für alle anderen Kunden müssen Banken und Versicherungen die folgenden Informationen sammeln, speichern und regelmäßig aktualisieren:

  • Natürliche Personen: Art der Berufstätigkeit und Zweck der Geschäftsbeziehung
  • Juristische Personen: Art der Gesellschaftsform, Tätigkeit, Branche, Branchenkode, Anzahl Mitarbeiter, Besitzverhältnisse, Firmenstruktur, wichtigste (erwartete) Finanzkennziffern

Darüber hinaus müssen die Herkunft von Geld- und Vermögensmitteln sowie die Details der geplanten Kundenbeziehung wie z.B. Umfang und Zahlungsverkehrsarten dokumentiert werden.
Bei sogenannten (PEPs) – die Abkürzung steht für „politisch exponierte Personen“ – müssen auch Funktion und Ausübungsort dokumentiert sein.

Ebenfalls protokolliert werden müssen die Daten aller an der Erstellung des KYC-Masterdokuments beteiligten Personen sowie natürlich alle zukünftigen Änderungen. Auch geht es darum, beispielsweise festzuhalten, wie risikofreudig ein Kunde ist, wenn es um die Geldanlage/-investition geht und welche Anlageformen mit welchem Anlagehorizont und strategischen Anlageziel sich daher eignen.

Die Folgen bei Nichteinhaltung der KYC-Dokumentationspflichten können drastisch ausfallen: Sollten die speziellen Vorgaben nämlich nicht erfüllt werden, drohen den Finanzunternehmen empfindliche Geldstrafen, Haftstrafen für leitende Mitarbeiter oder sogar die Entziehung der Geschäftserlaubnis – vom Imageschaden eines solchen Verfahrens ganz zu schweigen.

Compliance-Teams “verbringen zu viel Zeit damit, Daten zu sammeln”

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Deloitte aus dem Jahr 2015. Nur 32 Prozent der befragten Compliance-Fachleute sagten aus, dass sie „überzeugt“ oder „sehr überzeugt“ von ihren IT-Systemen sind. Das sind 41 Prozent weniger als im Jahr 2014. Deloitte äußert die Vermutung, dass dies in der geringen Größe der Compliance-Teams begründet liegt, die dementsprechend gezwungen sind, sich auf andere Abteilungen zu verlassen, die ihnen die benötigten Daten liefern. Die Hauptaufgabe dieser Teams besteht deshalb darin, die Daten zu sammeln, anstatt sie zu aggregieren und zu analysieren bzw. dokumentieren.

Darüber hinaus stellen insbesondere international tätige Firmenkonglomerate mit komplexen Firmenverflechtungen und Besitzverhältnissen eine große Herausforderung, wenn es darum geht, die KYC-Vorgaben zu erfüllen.

Aus diesem Grund haben wir mit GROUND TRUTH eine Lösungs- und Prozessmethodik entwickelt, die zu einer qualitätsgesicherten Datenbasis führt, auf deren Grundlage Unternehmen aus dem Finanzwesen insbesondere eine verlässliche und belastbare KYC-Legitimationsprüfung durchführen können. Der klassische „Golden Record“, also der zentrale Stammdatensatz eines Kunden oder Interessenten, wird angereichert um Transformationsregeln, die den Zugriff auf Interaktions- und Transaktionsdaten, also die Bewegungsdaten, in den unterschiedlichen Datenquellen beschreiben. Aus dem „Golden Record“ wird damit das „Golden Profile“. Es ermöglicht erstmals eine wirklich vollständige, präzise und aktuelle 360-Grad-Sicht auf den Kunden.

Wenn Unternehmen aus der Finanzdienstleisterbranche also zukünftig sichergehen möchten, dass sie alle Vorgaben einer „Know Your Customer“-Legitimationsprüfung erfüllen, sollten sie auf GROUND TRUTH auf keinen Fall verzichten.

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